logo Keltisches Beispiel  

Auf der rechten Seite sehen Sie ein Beispiel der Ergebnisse, die Sie von uns erhalten.

Dies ist zunächst eine Liste der besten Treffer: Personen, die Ihr MtDNA-Profil teilen bzw. nur sehr geringe Unterschiede zu Ihrem MtDNA-Profil aufweisen.

Im weitesten Sinne sind dies Ihre entfernten Verwandten.

In diesem Beispiel handelt es sich um eine Person mit Britischen / Irischen Ursprüngen, zu der der Vergleich mit unserer Datenbank mehrere beste Treffer geliefert hat.

Bei den besten Treffern handelt es sich um freiwillige Spender aus wissenschaftlichen Studien.

 

Zusätzlich zu der Liste liefern wir Ihnen Informationen, in welchen wissenschaftlichen Publikationen Ihre entfernten Verwandten beschrieben wurden und wie Sie diese Veröffentlichungen erhalten können, um mehr über Ihre entfernten Verwandten und Ihre Abstammung erfahren zu können.

In dem hier beschriebenen Beispiel sind die Veröffentlichungen von Helgason et al. (2001), McEvoy et al (2004) und Forster et al. (2004) relevant.

Dort werden die Personen und die wissenschaftliche Interpretation Ihrer Ursprünge beschrieben.

Wie Sie aus den Ergebnissen unserer Analyse ersehen können, weist diese Person den MtDNA-Typ J auf, die fast ausschließlich in den ursprünglich keltisch sprechenden Regionen Irlands, Schottlands, Cornwalls und Wales vorkommt.

In den Veröffentlichungen wird daher gefolgert, dass der MtDNA-Typ J ein spezifisches Merkmal für die Besiedelung der Britischen Inseln durch die Kelten vor einigen tausend Jahren darstellt.

Bei genauer Betrachtung der Ergebnisse werden Sie feststellen, dass der MtDNA-Typ J ebenfalls in Island und Norwegen vorkommt.

In den Veröffentlichungen wird dies so interpretiert, dass dies durch die Raubzüge der Vikinger verursacht wurde, die Frauen von den Britischen Inseln nach Norwegen und Island entführt haben, so dass heute ein wesentlicher Anteil der mütterlichen DNA seine Ursprünge auf den Britischen Inseln hat.

Weiterhin sind auf der Weltkarte zwei isolierte Treffer in Ost-Europa erkennbar - es wird vermutet, dass diese nicht im Zusammenhang mit der Besiedelung der Britischen Inseln stehen sondern durch unabhängige Mutationen in den Gebieten entstanden sind.


  • McEvoy B, Richards M, Forster P, Bradley DG (2004) The longue durée of genetic ancestry: multiple genetic marker systems and Celtic origins on the Atlantic façade of Europe. Am J Hum Genet:693-702
  • Forster P, Romano V, Calì F, Röhl A, Hurles M (2004) MtDNA markers for Celtic and Germanic language areas in the British Isles. In: Traces of Ancestry: Studies in Honour of Colin Renfrew. Edited by Martin Jones, McDonald Institute Press, University of Cambridge, pp99-111
  • Helgason A, Hickey E, Goodacre S, Bosnes V, Stefansson K, Ward R, Sykes B (2001) mtDNA and the islands of the North Atlantic: estimating the proportions of Norse and Gaelic ancestry. Am J Hum Genet 68:723-737

logo Afrikanisches Beispiel  

Auf der rechten Seite sehen Sie die typischen Ergebnisse einer MtDNA-Analyse eines West-Afrikaners mit der MtDNA-Haplogruppe L1b.

Dieser spezielle MtDNA-Typ ist in den vergangenen 10,000 Jahren unverändert geblieben und hatte daher sehr viel Zeit, sich geographisch auszubreiten.

Die Liste der besten Treffer enthält Informationen zu Individuen unserer Datenbank, die den gleichen MtDNA-Typ L1b aufweisen.

Insbesondere enthält die Liste Informationen über die Sprachen und Stammeszugehörigkeiten jedes Individuums sowie Informationen, wie Sie die betreffenden Publikationen erhalten können.

Die nähesten Treffer findet man heute in einem weiten Gebiet West-Afrikas, südlich der Sahara und sogar gelegentlich nördlich der Sahara.

Diese Verteilung der Ergebnisse zeigt, dass die Ursprünge der MtDNA-Haplogruppe L1b weiter zurückliegen als die Sahara selbst, die noch vor einigen tausend Jahren grün und fruchtbar war, so dass es für unsere steinzeitlichen Vorfahren einfacher war, von Süden nach Norden zu gelangen.


logo COG-Verteilung eines MtDNA Datensatzes

In dem nebenstehenden Beispiel haben wir eine wissenschaftliche Analyse eines Isländischen MtDNANA-Datensatzes durchgeführt.

Für jedes Individuum des 447 Individuen umfassenden Datensatzes wurden wie oben beschrieben die besten Treffer bestimmt und daraus die geographischen Mittelpunkte (centre of gravity, COG) berechnet.

Zur Generierung der Ergebnis-Karte wurden die in unserer Datenbank enthaltenen Isländischen Sequenzen im Vorfeld entfernt, um die Ergebnisse nicht zu verfälschen.

Geographische Mittelpunkte, die auf nur einem einzigen besten Treffer basierten, wurden entfernt, da ihre statistische Signifikanz unzureichend ist.

Das Ergebnis zeigt, dass geographische Mittelpunkte mit einer hohen geographischen Signifikanz, also einer geringen durchschnittlichen Abweichung der besten Treffer vom geographischen Mittelpunkt (hier weniger als 400 km, in der Karte dunkel eingezeichnet), hauptsächlich in Norwegen und den Britischen Inseln anzutreffen sind.

Das Auftreten signifikanter geographischer Mittelpunkte in Norwegen ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass aus anderen Gebieten Norwegens mit Ausnahme der Saami bisher nur wenig MtDNA-Sequenzen untersucht wurden.

Abschließend kann man sagen, dass das Ergebnis der Analyse einmal mehr gezeigt hat, welche Prägnanz das von uns eingesetzte Verfahren hat: Trotz der Elimination der Isländischen Sequenzen in unserer Datenbank wurden die Ursprünge rekonstruiert